Vorstellung der Finalisten 2026 "Biodiversitätspreis für die Wirtschaft"
Das Publikumsvoting für den Publikumspreis ist abgeschlossen.
Neumarkter Lammsbräu, Gebr. Ehrnsperger KG
Neumarkter Lammsbräu engagiert sich dauerhaft für den Erhalt der Biodiversität durch die Entwicklung und Umsetzung individueller Kulturlandpläne in Zusammenarbeit mit Landwirt:innen. Diese mehrjährigen Naturschutzpläne basieren auf einer systematischen Analyse des Ist-Zustands und leiten konkrete, praxisnahe Maßnahmen in den Bereichen Ackerflächen, Grünland, Landschaftselemente und Hofstellen ab. Ziel ist es, die Artenvielfalt durch einfach umsetzbare, betriebsspezifische Maßnahmen zu fördern und gleichzeitig die landwirtschaftliche Produktion zu berücksichtigen.
Ralf Bohle GmbH - Schwalbe
| Schwalbe fördert seit 1973 Biodiversität und seit 2011 die Biodiversität entlang seiner gesamten Naturkautschuk-Lieferkette durch einen ganzheitlichen Ansatz aus fairer Beschaffung, nachhaltiger Landnutzung und Ökosystemschutz. Konkrete Maßnahmen umfassen faire und entwaldungsfreie Beschaffung, den Aufbau biodiverser Agroforstsysteme sowie langfristige Arten- und Lebensraumschutzprojekte in tropischen Ökosystemen. Verantwortung, Umsetzung und Monitoring sind klar im CSR-Team verankert. Kleinbäuer:innen werden gestärkt und bestehende Anbauflächen erhalten, wodurch bereits über 3.000 Hektar Lebensräume gesichert wurden. Darüber hinaus engagieren sie sich mit Borneo OrangutanSurvival Foundation (BOSF) für den Schutz und die Regeneration tropischer Regenwaldökosysteme. Die geschützte Fläche konnte auf 468.000 Hektar ausgeweitet werden. Durch Rettung, Rehabilitation und Auswilderung von Orang-Utans leistet das Projekt einen direkten Beitrag zum Artenschutz. Ab 2026 ist der Aufbau eines eigenen Schutzprojekts mit einer Zielgröße von mindestens 10.000 Hektar geplant. Ziel ist es nicht nur, negative Biodiversitätswirkungen zu vermeiden, sondern messbare positive Beiträge zur Regeneration von Ökosystemen zu leisten. |
Bauck GmbH
Die Bauck GmbH ist ein Unternehmen der Lebensmittelbranche mit Schwerpunkt auf der Herstellung und Vermarktung von biologisch und biodynamischer Lebensmittel. Bauck GmbH fördert mit der Initiative „Bauck pflanzt Vielfalt“ gezielt Biodiversität. Die Maßnahme schafft Nahrungs- und Rückzugsräume für Insekten, Bestäuber und Vögel, verbessert Mikroklima, Bodenschutz und Wasserrückhalt und trägt zur ökologischen Aufwertung der Agrarlandschaft bei. Biotope werden somit ökologisch vernetzt. Durch die Mitwirkung von Mitarbeitenden und regionalen Partnern wächst das Bewusstsein für Artenschutz. Biodiversität wurde im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse als ein Schwerpunkt definiert.
Cemex Zement GmbH
Seit 2019 verfolgt Cemex Zement GmbH als Tochtergesellschaft der international tätigen CEMEX-Gruppe auf seinem Werksgelände ein Gesamtkonzept zur Förderung der Biodiversität: die Kombination aus Blühflächen, Biotopen, Monitoring und Bildungsangeboten. Nach einem vorherigen Screening des gesamten Werksgeländes zur Identifikation von Flächen mit Aufwertungspotenzial für Biodiversität wird das auf Lanfristigkeit angelegte Konzept Schritt für Schritt umgesetzt und kontinuierlich erweitert. Dabei entstanden aus ehemals extensiv genutzten Scherrasen blütenreiche Flächen, die zahlreichen Insekten Nahrung und Lebensraum bieten. Die Cemex Zement GmbG ist seit 25 Jahren EMAS zertifiziert. Biodiversität ist fester Bestandteil der Umwelterklärung und auf mehreren Unternehmensebenen verankert.
Heinrich Krieger KG
Heinrich Krieger KG führt an allen Standorten fortlaufend die verschiedensten Maßnahmen zum Schutz bestimmter Arten und Lebensräume durch. Übergeordnetes Ziel ist, seltene Arten, wie unter anderem die Heuschreckenart Tetrix ceperoi und die Sumpf-Heidelibelle zu schützen, ihre Erhaltung zu fördern und Lebensräume auf dem Betriebsgelände aller Gewinnungsstätten mineralischer Rohstoffe zu schaffen.
Spir Star AG
Spir Star AG entwickelt seit 2020 unter dem Titel „Naturnahes Firmengelände“ sein 55.000 m² großes Areal – davon 37.000 m² naturnah – konsequent zu einem biodiversitätsfördernden Standort weiter. Unter fachlicher Begleitung der Heinz Sielmann Stiftung sowie von Naturgartenexpert:innen werden vielfältige Lebensräume gestaltet und langfristig gepflegt.
ALB-GOLD Teigwaren GmbH
Die ALB‑GOLD Teigwaren GmbH ist ein inhabergeführter Familienbetrieb und verfolgt eine zukunftsorientierte Lebensmittelherstellung, die ökologische Leistungsfähigkeit, wirtschaftliche Stabilität und gesellschaftliche Verantwortung systematisch verbindet. Ihre Nachhaltigkeitsstrategie und -managementsystem orientiert sich seit 2019 am Standard nachhaltiger Wirtschaften des ZNU - Zentrum für Nachhaltige Unternehmensführung.
Der ALB-GOLD Naturgarten entstand in Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten, Expert:innen aus der Wissenschaft und mehreren Naturschutzorganisationen und ist eine rund 2 Hektar große, naturnah gestaltete Fläche mit artenreichen Blühwiesen, Kräuterbeeten, Feuchtbiotopen und Lebensräumen für Insekten, Vögel und Kleintiere. Er verzichtet auf chemisch-synthetische Mittel, fördert Biodiversität aktiv und macht ökologische Vielfalt erlebbar, begleitet von einem Monitorin. Gleichzeitig dient er als Ort für nachhaltige Umweltbildung.
BEW Berliner Energie und Wärme GmbH Verwaltungsgebäude
Seit 2021 ist Biodiversität als eigenes Programm fest im Umweltmanagementsystem der BEW Berliner Energie und Wärme GmbH verankert. Auf Basis einer wissenschaftlichen Analyse, bei der das ökologische Potenzial der BEW‑Anlage identifiziert wurde, werden seit 2022 gezielt Maßnahmen und Leuchtturmprojekte an den Standorten umgesetzt. Dabei zeigt sich, wie wie industrielle Standorte aktiv zur Stärkung urbaner Natur beitragen können. Zentrale Ziele sind der Schutz heimischer Arten, die Schaffung neuer Lebensräume, die Verbesserung von Mikroklima und Wohlbefinden sowie die Sensibilisierung von Mitarbeitenden und Öffentlichkeit durch Bildungs- und Kooperationsprojekte.
Netze BW GmbH
Mit dem Projekt „Summspannwerke“ wandelt Netze BW Umspannwerke in Lebensräume für Wildbienen und andere Bestäuber um, indem artenreiche Blumenwiesen mit heimischem Saatgut angelegt werden. Ziel ist es, Nahrungs- und Rückzugsräume zu schaffen und die Artenvielfalt zu fördern. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit dem Netzwerk Blühende Landschaft, inklusive Monitoring und standortspezifischer Pflegepläne. Mitarbeitende werden aktiv eingebunden. Seit 2019 entstanden rund 170.000 m² Blumenwiesen in Baden-Württemberg. Jährlich sollen zehn weitere Standorte mit jeweils mindestens 500 m² hinzukommen. Das Projekt zeigt, wie sich Netzausbau und Naturschutz erfolgreich verbinden lassen.
L’Oreal Deutschland GmbH Logistikzentrum Muggensturm in Kooperation mit Drees & Sommer
Das 2019 errichtete Logistikzentrum von L'Oreal integriert Biodiversität von Beginn an durch Gründächer, Retentionsflächen, Hecken und einen Teich. Seit 2021 wurden die Grünflächen gezielt durch strukturreiche Elemente wie Blühwiesen, Totholz, Sandlinsen und Nisttürme für Vögel und Fledermäsue ökologisch aufgewertet.
Das Projekt diente zudem als Pilot für biodiversitätsfördernde Außenräume mit wissenschaftlicher Begleitung, Artenerfassung und einem langfristigen Pflegekonzept udn wurde zur Erstanwendung des DGNB-Zertifikats für „Biodiversitätsfördernde Außenräume" in Kooperation mit Drees & Sommer genutzt. Der 2019 fertiggestellte Standort hält Zertifizierungen nach ISO 14001 und ISO 50001. Das DGNB-Zertifikat für biodiversitätsfördernde Außenräume wurde im Juni 2024 vergeben, die erste Rezertifizierung erfolgte 2025 erfolgreich.